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Diagnose: Degenerative Myelopathie (DM)
Aktualisierung im März 2010:
Seit einigen Monaten ermöglicht ein DNA-Test den direkten Nachweis der verantwortlichen Mutation für die Erkrankung “Degenerative Myelopathie”. Es ist nicht nur eine Unterscheidung von betroffenen und mutationsfreien Tieren möglich, nun können auch klinisch unauffällige Träger identifiziert werden.
Für die Zucht ist dies von großer Bedeutung!
Gezielte Verpaarungen können großes Leid bei Tier und Mensch verhindern!
Deshalb lassen wir unsere Zuchthunde auf den Gendefekt DM testen!
Es wäre erfreulich, wenn ganz viele Züchter diesen einfachen Test bei ihren Zuchttieren durchführen würden.
Weitere Informationen zur Krankheit DM können Sie hier nachlesen *klick*.
Vor 3 Jahren, als ich die nachfolgenden “offenen Worte” hier veröffentlichte, wurde ich von allen Seiten angegriffen, denn leider gab es damals noch keinen DNA-Test für diese Erkrankung. Man stellte mich als “Spinner” hin, nur weil ich auf dieses ernste Thema hinwies! Es wurden sogar Verleumdungen (natürlich ANONYM) gegen meine Person in schriftlicher Form - per Post! - an Züchter in ganz Europa verschickt...
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Offene Worte!
21.02.2007:
Ein trauriger Anlass, der Tod des Papa’s von unseren ersten Welpen, dem A-Wurf, bewegte mich dazu, diese “offenen Worte” zu schreiben:
Züchter sind keine GÖTTER, und kein Züchter kann GARANTIEREN, dass seine Welpen ein Leben lang gesund bleiben!
Tritt jedoch bei einem Zuchttier (welches bereits Nachkommen hat!) eine Krankheit auf, so sollte ein Züchter darauf hinweisen, auch wenn dies mit erheblichem Ärger und Anfeindungen verbunden ist!
Oft sind die Kinder des betroffenen Zuchttieres gesund, doch es ist nun mal so, dass im Verlauf der weiteren Zucht mit den Nachkommen die Krankheit “plötzlich” auftaucht!
Dann ist die Empörung groß, und es bricht einem verantwortungsvollen Züchter das Herz, wenn er von Krankheiten seiner Nachzucht erfahren muss. Er ist hilflos!
Hier ist also OFFENHEIT gefragt und WICHTIG!
Erkrankt ein Hund, so kann dies viele Gründe haben, und WELCHEN der vielen Ahnen will und kann man nun dafür verantwortlich machen?
“Normalerweise” wird gerne dem Deckrüden die Schuld in die Schuhe geschoben, ...weil der gehört ja meistens nicht dem Züchter, sondern anderen Leuten. Der Rüde kann Hunderte gesunde Kinder und Kindeskinder haben, trotzdem gibt man Einzig und Allein nur ihm die Schuld - egal für was auch immer...
Auch Hündinnen können “Trägertiere” sein! Eine harte Wahrheit, die sich jeder Züchter und Besitzer vor Augen halten sollte!
Ich danke Tina, der Deckrüdenbesitzerin für ihre Ehrlichkeit! Derartige Offenheit kann nur gut sein für die Zucht und für jeden Züchter. Durch das Wissen, welcher VORFAHRE tatsächlich mit einer Krankheit behaftet war, sieht man spätere Rückschläge in der Zucht evtl. mit ganz anderen Augen!
Für uns selber ist es eine erschütternde und traurige Erfahrung, denn die Zuchtlinie einer Hündin aus dem A-Wurf unserer Zuchtstätte ist betroffen...
Man würde mich am liebsten steinigen, doch ich habe es wirklich nicht gewusst!
Ch. Brohl
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Dies sind die Schattenseiten einer Zucht...
Nabor Ivory vom Wolfsgehege (Kimba), der Vater unseres A-Wurfes litt unter degenerativer Myelopathie, einer unheilbaren Nervenkrankheit, die normalerweise frühestens im 6. Lebensjahr zum Ausbruch kommt. Die Symptome sind ähnlich wie bei der Krankheit “Cauda-Equina”. Es gibt allerdings einen gewaltigen Unterschied: “Cauda-Equina” kann man über Jahre hinweg behandeln, die “degenerative Myelopathie” bedeutet ein Todesurteil. Halter und Hund bleiben nur noch wenige Monate bis zum entgültigen Abschied...
Kimba wurde 10 Jahre alt, doch eine Halbschwester von ihm durfte ihren 6. Geburtstag nicht mehr erleben... Bei ihr zeigten sich die gleichen Symptome - Kontrollverlust über den Körper. Sie wurde untersucht, von oben bis unten geröntgt, doch man fand nichts. Dann wurde sie in Narkose gelegt für eine CT-Untersuchung (Röhre). Sie wachte nicht mehr auf...
Die Besitzerin der Hündin (eine Züchterin) musste wenige Wochen zuvor bereits schlimme Schicksalsschläge hinnehmen, denn von den 4 Welpchen der aus dem Ausland stammenden Zuchthündin (Kimbas Halbschwester) wurde eines tot geboren, eines hatte Speiseröhrenerweiterung ( Megaoesophagus ) und verstarb, und eines hatte einen angeborenen Herzfehler. Es schlief im Alter von 3 Monaten für immer ein - vier Wochen vor seiner Mama...
Die Züchterin gab ihre Zucht auf...
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